Geld sparen in Jamaika – Teil 4 (Spenden & Trinkgeld)

By Frank | all

Mai 01
Wer sich als Tourist unter Einheimischen aufhält, wird während seines Aufenthalts häufig nach einem „Tip“ (einem kleinen Trinkgeld gefragt). Wer hier jedes Mal reagiert und seinen Geldbeutel zückt, sieht sich schnell mit hohen Ausgaben konfrontiert. Du solltest Dir also überlegen, wem Du eine Spende gibst und wem nicht. Armut gibt es auf der Insel leider genug und geholfen werden kann nicht jedem.
 
Bedenke allerdings, dass nicht jeder der nach Geld fragt es wirklich dringend nötig hat. Der gesunde Menschenverstand sollte Dir helfen, zu erkennen, ob jemand in Dir nur eine zusätzliche Einnahmequelle sieht oder in der Tat Hilfe braucht. Wenn Dich also eine Person in zerrissener Kleidung und ohne Schuhe nach einem Dollar fragt ist er dort wahrscheinlich nicht falsch aufgehoben.
 
 
Kommen wir nun zur eigentlichen Bedeutung eines „Tips“ – ein Trinkgeld für einen geleisteten Dienst. Es scheint nämlich eine größere Anzahl an Menschen zu geben, die die Begriffe Trinkgeld und Spende grundsätzlich verwechseln. Interessanterweise fragen die Leute, die einer ehrlichen Arbeit nachgehen nur sehr selten danach. Wenn Du das Bedürfnis hast, jemandem eine kleine Freude zu machen weil Du gut bedient oder beraten wurdest, dann steht es Dir frei 50 – 100 JMD als kleinen „Tip“ dazulassen. Das sind relativ übliche Beträge, an denen Du Dich orientieren kannst. Leute die damit nicht zufrieden sind oder gar mehr fordern sind meiner Auffassung nach unverschämt und verdienen keinen Cent Deiner Wertschätzung.
 
Eine weitere gute Art der Unterstützung ist der Konsum in lokalen Geschäften. Statt bei Burger King oder KFC zu essen, kannst Du alternativ einen lokalen Cook Shop aufsuchen. Und statt Shopping im Super Markt sei Dir ein Einkauf auf dem Marktplatz empfohlen. Das ist zum einen interessanter und meist auch günstiger, bietet aber auch Gelegenheit zum persönlichen Kontakt mit den Einheimischen.
 
Ich wurde bisher übrigens noch in keinem Cook Shop nach einem Trinkgeld gefragt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Leute, die dort arbeiten meistens die Besitzer selbst sind und es zu schätzen wissen, wenn Du Dich bei ihnen aufhältst und Mahlzeiten konsumierst.
 
Am Ende sei noch erwähnt, dass ein „Nein“ in der Regel relativ schnell akzeptiert wird. Scheue Dich also nicht davor, dieses Wort öfters zu benutzen!

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